Latvian for Beginners

This stuff is pretty non-updated. I’m working on a new page currently, but I cannot promise it will be finished soon.

 

This page adresses some Latvian I have learned here during my stay. I talk about some words as well as grammar. New things will always be added to the top!

update: 30 August 2013

Allgemeine Anmerkungen
Das Lettische ist eine alte indogermanische Sprache. Es gehört neben dem Litauischen und dem (ausgestorbenen ) Prussischen  zu den ältesten Sprachen Europas.
Die stärksten Einflüsse aus anderen Sprachen stammen aus dem slawischen Sprachraum, dem Skandinavischen sowie dem deutschen und dem Jiddischen.

Wie das Deutsche ist Lettisch eine flektierende Sprache. Es gibt sechs Deklinationsklassen für Substantive und drei Konjugationsklassen (mit einigen Unterklassen). Einschließlich des Vokativ besitzt die Sprache fünf Fälle: die ersten bekannten vier sowie den Lokativ als fünften Fall. Dieser wird genutzt für Ortsangaben (Wo liegt Riga?) als auch für Zeitangaben. (Die Verwendung des Lokativ ist für Deutsche nicht wirklich intuitiv, fällt uns aber noch wesentlich leichter als den Muttersprachlern anderer Sprachfamilien, in denen gar nicht flektiert wird.)

Fremde Worte werden in die Sprache aufgenommen und an Aussprache, Rechtschreibung und Grammatik angepasst. Dies passierte sowohl früher als auch heute noch. Ein paar Beispiele dafür seien genannt:

maršruts (m1 = erste männliche Deklinationsklasse) = Marschroute, Reiseweg
inženieris (m2) = Ingenieur
ārste (f2) = Ärztin

Es gibt zu im Prinzip jeder Personenbezeichnung männliche und weibliche Formen. Jedes Substantiv wird im Lettischen dem jeweiligen Bedarf nach gebeugt. Dies erklärt auch die unverständliche anmutende Veränderung der Namen, die mir sonst bisher noch nie begegnet ist. Neu aufgenommene Wörter werden von Sprachwissenschaftlern untersucht und auf ihre Tauglichkeit im Sprachgebrauch geprüft: So wird derzeit diskutiert, ob bei Einführung des Euro zu Beginn des nächsten Jahres Euro (im lettische Eiropa) klassisch mit „o“ enden wird oder „a“. Grund hierfür ist die Tatsache, dass es keine Deklinationsklasse für „o“ gibt und Euro dann nicht der normalen Grammatik folgen würde. (Bspw. ist dies im Moment mit dem Wort „Kino“ der Fall). „Eira“ hätte dieses Problem nicht und könnte normal gebeugt werden.

Als Beispiel führe ich mal die Deklination meines Namens auf.

Nominativ          Martiņš
Genitiv                Martiņa
Dativ                    Martiņam
Akkusativ            Martiņu
Lokativ                Martiņā
Vokativ                Martiņ!

Richtig interessant wird das ganze erst, wenn ausländische Bürger Letten heiraten, lettische Staatsbürger werden und die Namen ihrer Partner nicht annehmen oder beide Namen behalten möchten. Ihre eigenen werden dann logischerweise der lettischen Grammatik angepasst, und Buchstaben oder zumindest Endungen verändert. Die Tatsache, dass dann unterschiedliche Namen in Pass und Geburtsurkunde stehen, führt zu einer ganzen Reihe von Problemen auf der ganzen Welt (welche andere Sprache macht schon so etwas), sodass die Lösung meist darin besteht, zwei Pässe zu besitzen: einem mit dem vorherigen Namen und einen mit dem lettischen. Dens Brauns und Vorens Bafets wären sicherlich verwundert, ihre Namen nicht wieder zu erkennen.

Mein bisheriges Lieblingswort, welches ich zufällig im Wörterbuch entdeckte:
šņukurs (m1) = Rüssel, Schnauze

                                                                                                                                                                           

update: 28 August 2013

Bēdu manu lielu bēdu
(Encouraging folk song)

Bēdu manu lielu bēdu
Es par bēdu nebēdaj’.
(2x)

Refrain : Ramtai ramtai radiridirīdi,
Ramtai rīdi rallala.
(2x)

Liku bēdu zem akmeņa
Pāri gāju dziedādam ‘.
(2x)

Refrain 

Es negāju eskumusi
Nevienā sētiņā.
(2x)

Refrain

Ar dziesmiņu druvā gāju,
Ar valoda sētiņa.
(2x)

Refrain

Jo es bēdu bēdājos,
Jo nelaime priecājās.
(2x)

Refrain

Labāk gāju dziedāma,
Lai nelaime bēdājās.

Refrain

Ja dzīvoju, tad dzīvoju,
Tad ir jautri padzīvoj’.

Refrain

 

We learned this song in our language course and sang the first three verses as well when we visited the Ethnografic Musem. The translation is made by one of our teachers, so I shall not be hold responsible for any translational or grammatical mistakes:
When I have sorrow, I don’t worry a lot, I just put my sorrow under a stone and walk over singing a song. I try not to show sorrow anywhere, instead I work singing, and speak only kind words. The more I showed sorrow, the more misfortune would have fun. Better I walk singing, so that the misfortune would not rejoice. If I live, then better if I feel joyful!

The Daina (folk song) is traditionally structured as a quatrain. It is specifically in its structure, sentiments and worldview. They are supposed to be over 1000 years old; yet there are more than over  one million lyrics and over 30 000 melodies identified.

Usually they depict the cyclical passage of time in nature and the various peasants’ work during a year. There are songs dedicated to every kind of work, tools, animals and so on. Classically they are sung during different festivities, the most of them on regard of the summer solstice, Jāņi.
Generally, the songs are regarded as one of the most valuable pieces of Latvian tradition. The Dainas mark a core shape of this country’s national identity.
                                                                                                                                                                           

started: 25 August 2013

labdien = Guten Tag (mit Betonung auf der zweiten Silbe [lab’diän])
labrit = Guten Morgen
labvakar = Guten Abend

paldies = danke
lūdzu = bitte

uz redzēšanos = Auf Wiedersehen

Kāds ir tevi vārds? Mans vārds ir Mārtiņš.
(Wie ist dein Name? Mein Name ist Klaus. Obwohl mein richtiger Name nach Ansicht der Sprachlehrerin wohl zu den schönen der lettischen Sprache gehört, kann ich ihn quasi nicht aussprechen, irgendwas um Martinjsch, aber mit weichem t.
Die ganzen lettischen Sonderzeichen machen meinem Word im Moment noch Arbeit; Aussprache quasi wie im Deutschen, e-Laute gibt’s verschiedene, eher wie ä, Vokale mit Strich drüber lang gesprochen ā = aa; bis auf wenige Ausnahmen wird alles auf der ersten Silbe betont.)

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